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Wie Funkuhren ticken

Team-Work: Sven Mohr, Nils Kafka, Achim Englert, Michael Weinbrecht (v.l.) hinter der Funkuhr.

     
Ringvorlesung der Uni und Volkshochschule in der Phänomenta widmet sich der Zeit

Flensburger Tageblatt, 16.11.2013
  
Zum Beginn des Winterhalbjahrs rückt in der Phänomenta das Thema „Zeit“ in den Mittelpunkt. Am Freitag wurde eine offene Funkuhr vorgestellt, die Schüler der Eckener-Schule entwickelten und bauten.

Michael Weinbrecht von der Eckener-Schule beschreibt die Funktion: „Die vom Zeitzeichensender in Mainflingen bei Frankfurt ausgestrahlten Funksignale werden hier empfangen und sichtbar gemacht.“ Wie mit den kurzen und langen Signalen die Zeit codiert ist, kann man an der Station herausfinden. In der Eckener-Schule wurden alle Schaltpläne für dieses einmalige Exponat entwickelt. Auch die Lötarbeiten und der Zusammenbau lag in den Händen der Schüler, die das Exponat stolz der Phänomenta zur Ergänzung der Ausstellung übergeben. Beteiligt an dem Projekt waren die Berufsfachschule allgemeine Technik, die Fachschule für Technik, Fachrichtung Elektrotechnik, die Zerspanungsmechaniker und Studierende der Universität Flensburg.

Der Zeitzeichensender in Mainflingen mit der Kennung DCF77 sendet die Signale als Radiowellen im Langwellenbereich mit einer Trägerfrequenz von 77,5 kHz. Die Funkwellen folgen der Erdkrümmung und können daher – anders als Funkwellen im UKW-Bereich – auch in großen Entfernungen empfangen werden. Die Steuerung des Senders erfolgt über Atomuhren vor Ort, die mit den Uhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig parallel laufen. Die Atomuhren nutzen bestimmte Eigenschaften von Cäsium-Atomen, um die Zeit äußerst genau zu messen.

Dass das Thema Zeit auch unter ganz anderen Aspekten gesehen werden kann, zeigt die von Prof. Peter Heering und Dr. Sibylle Machat angeregte Ringvorlesung, die im Winterhalbjahr stattfindet. Sie wendet sich an ein breites Publikum. Prof. Ines Heindl behandelt beispielsweise am 27. Januar „Das gesunde Leben – Ess- und Genussgeschichten über die Zeit“ und stellt dabei andere Aspekte in den Vordergrund als Prof. Jäkel, der die Bedeutung des Zeitbegriffs in der Sprache thematisiert. 
 
Programm der Ringvorlesung der Uni und der VHS werden regelmäßig hier veröffentlicht: www.uni-flensburg.de 

sh:z/Flensburger Tageblatt / Text: Michael Kiupel / Bild: Staudt