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Falkenbergschule bietet Physik zum Anfassen

Fleißige Baumeister: Falkenberg-Schüler basteln an Murmelbahn und Klopfophon. Im Hintergrund Referendarin Stephanie Grube (li.) und Klassenlehrerin Inka Balzersen, die das Projekt Mini-Phänomenta organisieren

     
Grundschüler bauen mit Unterstützung der Eckener-Schule ihre eigene Mini-Phänomenta

Flensburger Tageblatt, 19.03.2013

„Physik erfahren, so dass man es versteht.“ Das ist die Devise für die Projektwoche der Klasse 4c der Falkenbergschule. Bei der Umsetzung half Wolfgang Pauls mit seinen Schülern der Eckener-Schule. Sie leisteten die Vorarbeit für die verschiedenen Experimentierstationen, die den Grundschülern nun physikalisches Grundwissen vermitteln sollen. Entstanden sind unter anderem verschiedene Murmelbahnen, ein Klopfophon, Wippen, ein Sandpendel und Bretter mit verschiedenfarbigen Folien, um im Sonnenlicht Mischfarben herzustellen.

 
Am Montag unterstützen einige Schüler der Eckener-Schule die Grundschüler noch beim letzten Zusammenschrauben, Zusammenleimen und Abschleifen der Experimentierstationen. Die Realschüler aus dem Praxisunterricht Holz arbeiteten seit fast drei Monaten immer wieder an den Projekten, berichtet Pauls. Nach den letzten Arbeiten am Montag begannen die Grundschüler sofort zu tüfteln, was sie mit den verschiedenen Stationen anstellen können. Die Wippen wurden allein und auch zu zweit ausprobiert. Die Frage war: Wie schaffen wir es, die Balance zu halten? Was hat das mit unserem Körpergewicht zu tun?
  
Die Referendarin Stephanie Grube und die Klassenlehrerin Inka Balzersen hatten gemeinsam die Idee für die eigene Mini-Phänomenta. Der Anspruch war, die Experimentierstationen nicht nur für einen bestimmten Zeitraum auszuleihen, sondern sie selbst in der Schule zur Verfügung zu haben. Unter Anleitung der beiden Lehrerinnen sollen die Schüler nun anschaulich mit physikalischen Themen in Berührung kommen. Dabei sollen die Schüler ihre ganz eigenen Erfahrungen machen und Schlussfolgerungen daraus ziehen. Vorher dürfen die Schüler die Stationen aus Holz noch bemalen. Vorher werden sie Skizzen anfertigen, um zu erkennen, was gut aussehen kann. So können sie lernen, etwas planmäßig zu gestalten und haben Gelegenheit, sich Gedanken zu machen, „ob es nicht manchmal auch schöner ist, etwas nicht zu bemalen“, erklärt Stephanie Grube.
 
Ende der Woche wird eine Präsentation für alle Schüler der Falkenbergschule stattfinden. Danach sollen die Experimentierstationen „für alle Klassen zugänglich sein“, im Sinne einer eigenen kleinen Phänomenta, verspricht Grube. Damit können sie den Sachunterricht der ganzen Schule bereichern und den Kindern einen anschaulichen Zugang zu Physik und Technik ermöglichen. Eine Fortführung des Projektes können sich Grube und Balzersen gut vorstellen. Vielleicht wächst die Ausstellung also in den nächsten Jahren weiter. 
  
sh:z/Flensburger Tageblatt / Text und Bild: Ulla Haefke