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Gute Arbeiten: Preise für drei Bildhauer

Stolz auf ihren Erfolg: Felicitas Gwiasda (v.re.), Tom Dietrich und Lotte Selent

      
Flensburger Tageblatt, 21.01.2014
 
Was macht der Mensch mit der Natur? Was macht die Natur mit dem Menschen? Unter dem Thema „Mensch und Natur“ beschäftigte sich die Abschlussklasse der Holzbildhauer an der Eckener-Schule mit diesen Fragen. Die drei besten Arbeiten wurden mit dem Heinrich-Sauermann-Preis 2014 geehrt.

 
„Qualität und Verantwortungsbewusstsein“ würden ganz in der Tradition des Stifters Heinrich Sauermann für die Schule und den Preis stehen, sagte Sven Mohr, Leiter der Eckener-Schule. Als berühmtester Absolvent der heutigen Fachschule und damaligen Werkkunstschule gilt Emil Nolde. Im Januar 2011 wurde der Sauermann-Preis das erste Mal verliehen – benannt ist er genauso wie die Stiftung nach dem Enkel des Gründers des städtischen Museums und der Werkkunstschule in Flensburg.

„Bei Ihren Arbeiten kann man sehen, dass Sie sich mit Liebe für ihren Beruf entschieden haben“, lobte Mohr den diesjährigen Jahrgang. „Ich glaube, Sie hatten eine schwierige Entscheidung zu treffen“, sagte Mohr in Richtung des Stiftungsvorstand Arno Hahn. Dieser war gemeinsam mit dem Flensburger Museumsdirektor Michael Fuhr und Thomas Deckert in der Jury des Sauermann-Preises. Qualität und Originalität der Gestaltung seien am Ende ausschlaggebend für die Wertung gewesen.
 
Entwickelt wurden die Ideen der Arbeiten bei einem dreitägigen Workshop. Dass die Absolventen ihre handwerklichen Fähigkeiten beherrschen, wurde bei der Siegerehrung deutlich: Den 3. Platz (500 Euro) erreichte Felicitas Gwiasda: Ihre Schnitzerei „Wer bist du?“ zeigt ein Kind beim Spielen im Regen. Neugierig nähert es sich einem Frosch.

Tom Dietrich konnte mit seiner Arbeit „Der Bergsteiger“ den 2. Platz (750 Euro) belegen. Dietrichs Arbeit zeigt einen Bergsteiger, der sich auf dem beschwerlichen Weg nach oben befindet. Mit ihrer Arbeit „Versunken“ präsentierte Lotte Selent den Kampf um das Vorwärtskommen eines im Sand versunkenen Fahrrads. Selent konnte mit der Idee und Qualität ihrer Arbeit überzeugen und gewann den mit 1000 Euro dotierten 1. Platz.

Schulleiter Sven Mohr hatte auch für alle anderen Schüler der Abschlussklasse ein Geschenk dabei: „Etwas, dass man zwingend als Bildhauer und Bildhauerin braucht – Pflaster.“

Gezeigt werden die Arbeiten der Bildhauer vom 20. Februar, um 18 Uhr bis 1. März in den Ausstellungsräumen Modul 1, in der Roten Straße 17 in Flensburg.

 
sh:z/Flensburger Tageblatt / Text, Bild: Robert Peter