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Zur Ader, bitte! Eine Schule spendet Blut

 
Flensburger Tageblatt, 24.11.2010
  
Das Foyer wird zum Sprechzimmer, die Klassenräume zu Behandlungszimmern. Stühle und Tische sind Liegen gewichen. Cola und süße Säfte werden kostenlos ausgeschenkt. Der Andrang ist groß. Viele Schüler und einige Lehrer der Eckener-Schule folgten dem Aufruf des DRK zur Blutspende – organisiert von Michael Weinbrecht, der sich seit über zehn Jahren für diese besondere Veranstaltung an der Schule einsetzt. 
  

Bis zu 100 Schülern spendeten ihr Blut

Während dieser Zeit ist eine enge Verbindung zur Nachbarschule entstanden. Im Herbst wird an der Eckener-Schule gespendet, im Frühling an der Hannah-Arendt-Schule gegenüber. An die hundert Schüler spenden jeweils einen halben Liter an den zwei Aktionstagen. Jens Appel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK, klärte die Schüler über die Notwendigkeit des Blutspendens auf. Denn die Spendenbereitschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein sei zu niedrig, gehe momentan sogar noch zurück. Das Deutsche Rote Kreuz lockt mittlerweile mit Prämien für Mehrspender und erhöhte die Terminfrequenz für derartige Aktionen. In Deutschland entstehen inzwischen Besorgnis erregende Tendenzen, da immer weniger junge Menschen Blut spenden, so Appel. Dabei kann jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 68 Jahren und mit einem Mindestgewicht von 50 Kilogramm dazu beitragen, die Blutkonserven in den Krankenhäusern zu füllen und durch Laboruntersuchungen auch selbst einen Einblick in sein eigenes Blutbild erhalten. Es sei mühsam, die Zahl der Spender zu halten, aber notwendig, denn den Lebenssaft mit seinen vielen Funktionen könne nur der Körper selbst bilden, so Appel.
  
Die Eckener-Schule und weitere Schulen im ganzen Land gehen vorbildlich mit diesem Thema um und möchten andere ebenfalls dazu bewegen, Blut zu spenden. Denn wer möchte schon im eigenen Notfall auf das lebensrettende Blut anderer Menschen verzichten?  
 
sh:z/Flensburger Tageblatt/Text: Kristin Schmidt vom 24.11.2010 
 
Weitere Informationen gibt es am kostenlosen Servicetelefon unter 0800-1194911 oder unter www.blutspende.de.